Im Digitalisierungsindex erreicht Schleswig-Holstein 56 von 100 Punkten

Dienstleister in Schleswig-Holstein sind Vorreiter der Transformation

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Schleswig-Holsteins Dienstleister vorne

Wer mit seinem Unternehmen auch künftig erfolgreich bleiben möchte, muss in die digitale Transformation investieren. Die Unternehmen aus Schleswig-Holstein sind längst dabei. Im Digitalisierungsindex Mittelstand 2018 erreichen sie 56 von 100 Punkten und liegen damit einen Indexpunkt über dem gesamtdeutschen Durchschnitt. Im hohen Norden wäre in Sachen digitaler Transformation sogar noch mehr drin: Denn erst 39 Prozent der befragten Unternehmen haben die Digitalisierung in ihrer Geschäftsstrategie verankert (Bundesdurchschnitt: 45 Prozent). Weitere 44 Prozent setzen einzelne digitale Projekte um. Neun Prozent stecken in der Planungsphase, sieben Prozent lassen das Thema bislang links liegen.

Die Benchmark-Studie hat techconsult zum dritten Mal im Auftrag der Deutschen Telekom erstellt – erstmals zusätzlich mit einer regionalen Auswertung.

 

 

Dienstleister sind Vorreiter der Transformation

Der Index spiegelt die von den Unternehmen erkannte Relevanz der Digitalisierung und deren Umsetzungsgrad wider: Den Spitzenwert von 100 Punkten könnten die befragten Unternehmen erreichen, wenn sie sämtlichen digitalen Handlungsfeldern die höchste Relevanz zuordnen würden und dabei maximal zufrieden mit der Umsetzung wären. In Schleswig-Holstein sind fast 99 Prozent der Unternehmen kleine und mittlere Betriebe mit weniger als 250 Beschäftigten. Unternehmen aus dem Dienstleistungssektor erwirtschaften fast drei Viertel der Bruttowertschöpfung des Bundeslands – und haben auch digital die Nase vorn: Das Cluster Dienstleistung/Gesundheitswesen legt zwischen Flensburg, Kiel und Lübeck ein höheres Transformationstempo vor als im Rest der Republik, erreicht 59 Indexpunkte und damit drei Punkte mehr als der Bundesschnitt. Digitale Pilotprojekte gibt es viele: Ein fahrerloser Bus rollt bald durch Keitum auf Sylt, das Land baut die Autobahn A1 bei Lübeck zur Teststrecke für elektrisch angetriebene Lkw aus und Telemedizin hilft bei Notfällen auf den Halligen.

Auch das Cluster Handel/Gastgewerbe ist mit 56 Punkten dem Bundesdurchschnitt (51 Punkte) deutlich voraus. Online-Vertriebskanäle gehören vielerorts genauso dazu wie professionelle Webseiten und Präsenz auf allen Kanälen.

Dagegen schneidet das Cluster Industrie/Baugewerbe mit 52 Punkten erheblich schlechter ab als Unternehmen derselben Branchen im übrigen Bundesgebiet (56 Punkte).

 

 

Kein Wandel ohne digitale Kompetenz

Die Studie zeigt auch: Für eine erfolgreiche digitale Transformation benötigen die Unternehmen Mitarbeiter, die mit digitalen Technologien umgehen können sowie dem Wandel positiv gegenüberstehen – und damit eine digitale Kompetenz besitzen. 44 Prozent der Befragten in Schleswig-Holstein halten die digitale Kompetenz künftig für genauso entscheidend wie die fachlichen oder sozialen Fähigkeiten ihrer Beschäftigten; das sind acht Prozentpunkte weniger als im Bundesdurchschnitt. 43 Prozent glauben, dass sie ein wichtiger Erfolgsfaktor fürs eigene Unternehmen ist (Bundesschnitt: 46 Prozent). Erst 23 Prozent der schleswig-holsteinischen Betriebe betrachten ihre Belegschaft als optimal qualifiziert. Im Bundesdurchschnitt sind 35 Prozent dieser Meinung. Im nördlichsten Bundesland zeigen sich 29 Prozent der Befragten mit der Zahl der verfügbaren Digitalisierungsexperten zufrieden. Dennoch ergreift erst ein Drittel der Unternehmen die Initiative und schult ganz gezielt die digitale Kompetenz der Beschäftigten. Das sind zehn Prozentpunkte weniger als im Bundesdurchschnitt. Will das Bundesland die gute digitale Ausgangslage nicht verspielen, dann sollten sich die Unternehmen umgehend darum kümmern, die digitale Kompetenz ihrer Mitarbeiter zu stärken.

 

 

Digitale Unterstützungsangebote zu wenig bekannt

Das Land fördert das Qualifizierungsprogramm Digital Guides und damit die digitale Kompetenz kleiner und mittlerer Unternehmen. Doch selbst im Norden, wo der Bekanntheitsgrad solcher Digitalisierungsinitiativen höher ist als anderswo, gehen etliche Programme am Mittelstand vorbei. So haben 20 Prozent der in Schleswig-Holstein befragten Unternehmen noch nichts von regionalen Förderprogrammen und -maßnahmen gehört. Hinzu kommt: 40 Prozent derer, die die Angebote kennen, äußern sich kritisch (Durchschnitt: 42 Prozent). 20 Prozent der Unternehmen wissen nicht, dass die Industrie- und Handelskammern digitale Unterstützung bieten und nur 31 Prozent sind mit deren Aktivitäten zufrieden. Das entspricht dem Bundesdurchschnitt. Immerhin 82 Prozent der Befragten wissen, dass IT- und Kommunikationsdienstleister über neue digitale Technologien informieren und mit Praxisbeispielen konkrete Umsetzungshilfe leisten. Mit 39 Prozent ist die Zahl der kritischen Stimmen verglichen mit dem Bundesdurchschnitt (32 Prozent) deutlich höher.

Aktuelle Branchenstudien des Digitalisierungsindex 2018

Die von der Telekom in Auftrag gegebene techconsult-Studie „Digitalisierungsindex Mittelstand“ erhebt nun schon zum dritten Mal den digitalen Status quo mittelständischer Unternehmen. Dazu wurden rund 2.500 Unternehmen aller Branchen befragt. Der Digitalisierungsindex Mittelstand analysiert die Transformationsbemühungen von Unternehmen aus 6 Branchen auf folgenden Handlungsfeldern: Kundenbeziehungen und Services, Produktivität im Unternehmen, Digitale Geschäftsmodelle sowie IT-Sicherheit und Datenschutz.  Eine Übersicht der Teilstudien finden Sie hier.

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