Im Digitalisierungsindex erreicht Nordrhein-Westfalen 56 von 100 Punkten

Die digitale Speerspitze in Nordrhein-Westfalen ist die Dienstleistungs- und Gesundheitsbranche

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Nordrhein-Westfalens Unternehmen sind digitale Vorreiter

Für 54 Prozent der Unternehmen in Nordrhein-Westfalen ist die Digitalisierung fester Bestandteil der Geschäftsstrategie – das sind neun Prozentpunkte mehr als im Bundesdurchschnitt. Resultat: Im Digitalisierungsindex liegt Nordrhein-Westfalen mit 56 von 100 möglichen Punkten leicht über dem gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt aller Bundesländer (55 Punkte). So lautet das Ergebnis der Benchmark-Studie „Digitalisierungsindex Mittelstand 2018“, die techconsult zum dritten Mal im Auftrag der Deutschen Telekom erstellt. Erstmals wird der Index auf regionaler Ebene ausgewertet.

Der Index spiegelt die von den Unternehmen erkannte Relevanz der Digitalisierung und deren Umsetzungsgrad wider: Den Spitzenwert von 100 Punkten könnten die befragten Unternehmen erreichen, wenn sie sämtlichen digitalen Handlungsfeldern die höchste Relevanz zuordneten und dabei maximal zufrieden mit der Umsetzung wären.

 

 

Digitale Speerspitze Dienstleistungs- und Gesundheitsbranche

Händler aus Nordrhein-Westfalen wollen durch die Verzahnung zwischen stationärem Geschäft vor Ort und einem Online-Shop ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern: Mit Maßnahmen wie diesen befinden sich Handelsunternehmen und Gastgewerbe in Nordrhein-Westfalen auf digitalem Bundesdurchschnitt (51 Punkte). Einen digitalen Vorsprung hat sich dagegen das Branchencluster Dienstleister/Gesundheitsunternehmen herausgearbeitet: In Nordrhein-Westfalen erreicht es 58, im Bundesdurchschnitt nur 56 Punkte. Insbesondere die Versicherungswirtschaft zählt unter den Dienstleistern zu den Vorreitern – mit neuen digitalen und individualisierten Produkten wie etwa Telematik-Tarifen in der Kfz-Versicherung oder Gesundheits-Apps und Fitnessarmbänder mit synchronisiertem Datenaustausch zwischen Patienten und Kranken- oder Lebensversicherern. Lokale Industrie- und Bauunternehmen liegen im bundesdeutschen Durchschnitt (56 Punkte).

 

 

Digitale Kompetenz wird in Zukunft immer wichtiger

Für den Erfolg der digitalen Transformation sind Technik, digitales Know-how und der Wille zum Wandel gleichermaßen wichtig. 54 Prozent der Befragten in Nordrhein-Westfalen halten die digitale Kompetenz künftig für genauso entscheidend wie die fachlichen oder sozialen Fähigkeiten ihrer Beschäftigten. 45 Prozent sind davon überzeugt, dass sie ein wichtiger Erfolgsfaktor fürs eigene Unternehmen ist. 36 Prozent der nordrhein-westfälischen Betriebe halten die eigene Belegschaft für optimal qualifiziert. Dabei nehmen viele Unternehmen die digitale Weiterbildung schon in die Hand: 41 Prozent der Befragten fördern ganz gezielt die digitalen Kompetenzen ihrer Beschäftigten. Auch der externe Bewerbermarkt überzeugt: 37 Prozent der Unternehmen sind mit dem Angebot von Fachkräften überdurchschnittlich zufrieden.

 

 

Nordrhein-Westfalen fördert digitale Aufbruchsstimmung

Die Landesregierung hilft kleinen und mittelständischen Unternehmen beim Entwickeln digitaler Geschäftsmodelle, Dienstleistungen und Produkte: Mit dem Förderprogramm Mittelstand.innovativ! bekommen die Unternehmen zum Beispiel Fördermittel für ihre digitalen Investitionen. Insgesamt will die NRW-Koalition sieben Milliarden Euro für die Digitalisierung bis 2025 investieren. Dabei baut die Landesregierung den Bildungsscheck NRW deutlich aus: Fördermittel aus dem Europäischen Sozialfonds sollen bis 2020 auf bis zu 30 Millionen Euro pro Jahr ansteigen, um die berufliche Fort- und Weiterbildung der Menschen in Nordrhein-Westfalen zu stärken.

 

 

Digitale Unterstützungsangebote nicht immer zufriedenstellend

Allerdings kennen nicht alle Mittelständler die zahlreichen Digitalisierungsnetzwerke und -initiativen – ein Problem, das sich nicht nur in Nordrhein-Westfalen, sondern in ganz Deutschland stellt. So sind die regionalen Förderprogramme und -maßnahmen bei einem Viertel der nordrhein-westfälischen Unternehmen nicht bekannt. Zufrieden mit den Angeboten sind nur knapp ein Drittel der Mittelständler. 42 Prozent der Unternehmen zeigen sich unzufrieden mit dem regionalen Angebot, das nicht immer den eigenen Erwartungen entspricht. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den digitalen Angeboten der Industrie- und Handelskammern. Etwas besser ist die Resonanz auf das Informationsangebot der ITK-Anbieter, die mit Praxisbeispielen konkrete Anleitungen geben: 36 Prozent der Befragten sind mit deren Angeboten zufrieden.

Aktuelle Branchenstudien des Digitalisierungsindex 2018

Die von der Telekom in Auftrag gegebene techconsult-Studie „Digitalisierungsindex Mittelstand“ erhebt nun schon zum dritten Mal den digitalen Status quo mittelständischer Unternehmen. Dazu wurden rund 2.500 Unternehmen aller Branchen befragt. Der Digitalisierungsindex Mittelstand analysiert die Transformationsbemühungen von Unternehmen aus 6 Branchen auf folgenden Handlungsfeldern: Kundenbeziehungen und Services, Produktivität im Unternehmen, Digitale Geschäftsmodelle sowie IT-Sicherheit und Datenschutz.  Eine Übersicht der Teilstudien finden Sie hier.

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