Im Digitalisierungsindex erreicht Mecklenburg-Vorpommern 53 von 100 Punkten

Unternehmen aus dem Handel und Gastgewerbe sind digital gut unterwegs

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Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern legen Wert auf digitale Kompetenz

Fast jedes zweite Unternehmen (49 Prozent) in Mecklenburg-Vorpommern hat die digitale Transformation in seiner Geschäftsstrategie verankert. Damit übertrifft das Bundesland den bundesdeutschen Durchschnitt um vier Prozentpunkte. Mit 53 von 100 möglichen Indexpunkten liegt Mecklenburg-Vorpommern zwei Punkte unter dem gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt aller Bundesländer (55 Punkte). Zu diesen Ergebnissen kommt der „Digitalisierungsindex Mittelstand 2018“. Diese Benchmark-Studie hat techconsult zum dritten Mal im Auftrag der Deutschen Telekom erstellt – erstmals zusätzlich mit einer regionalen Auswertung.

Der Index spiegelt die von den Unternehmen erkannte Relevanz der Digitalisierung und deren Umsetzungsgrad wider: Den Spitzenwert von 100  Punkten könnten die befragten Unternehmen erreichen, wenn sie sämtlichen digitalen Handlungsfeldern die höchste Relevanz zuordneten und dabei maximal zufrieden mit der Umsetzung wären.

 

 

Auf digitalem Transformationsweg: Handel und Gastgewerbe

Tourismus und Gastgewerbe sind in Mecklenburg-Vorpommern die wichtigsten Wirtschafts- und Wachstumsbranchen, das Bundesland gehört zu den beliebtesten Urlaubsregionen in Deutschland. Das ist sicher einer der Gründe, warum die Unternehmen des Clusters Handel/Gastgewerbe digital schon gut unterwegs sind und mit 52 Punkten einen Punkt über dem Bundesdurchschnitt liegen.

Das Cluster Dienstleistung/Gesundheitswesen liegt mit 54 Indexpunkten zwei Punkte unter dem Bundesdurchschnitt von 56 Punkten. Der Grund: Viele kleine Betriebe sind vergleichsweise wenig digitalisiert. Unternehmen mit bis zu 49 Mitarbeitern erreichen lediglich 47 Indexpunkte. Größere Betriebe aus dem Logistik- und Transportwesen sowie größere Dienstleister kommen mit ihrer Digitalisierung hingegen gut voran.

Die maritime Industrie ist mit knapp 300 Unternehmen der industrielle Kern des Bundeslandes. Industrie 4.0 und die Digitalisierung der Kernprozesse werden bereits umgesetzt. Allerdings liegt das Branchencluster der Industrieunternehmen und Baubetriebe mit 53 Punkten unter dem Bundesdurchschnitt (56 Punkte). Vor allem kleinere Betriebe müssen aufholen.

 

 

Digitale Kompetenz hat hohe Priorität

Neben einer ausgefeilten technologischen Basis ist für den Erfolg der digitalen Transformation vor allem die digitale Kompetenz der Unternehmen entscheidend. Die Unternehmen brauchen Mitarbeiter, die mit digitalen Technologien umgehen können und dem Wandel positiv gegenüberstehen.

58 Prozent der Befragten in Mecklenburg-Vorpommern sind der Meinung, dass die digitale Kompetenz ihrer Mitarbeiter in Zukunft genauso entscheidend sein wird, wie fachliche oder soziale Fähigkeiten. Deutlich mehr, als im Bundesdurchschnitt mit 52 Prozent. Jeder Zweite ist überzeugt davon, dass die digitale Kompetenz ein wichtiger Erfolgsfaktor für das eigene Unternehmen ist.

Aktuell hält jedoch nur etwa ein Drittel (35 Prozent) der Befragten ihre Mitarbeiter optimal qualifiziert für die digitalen Veränderungen. 20 Prozent sind mit der Zahl der verfügbaren Digitalisierungsfachkräfte zufrieden bis sehr zufrieden – acht Prozent weniger als im Bundesdurchschnitt (28 Prozent).

Viele Unternehmen wollen an dieser Situation etwas ändern und nehmen die digitale Weiterbildung daher schon in die Hand: 49 Prozent der Befragten fördern gezielt die digitale Kompetenz ihrer Beschäftigten und liegen damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 35 Prozent.

 

 

Digitale Förderung zu wenig bekannt

Wie alle anderen Bundesländer unterstützt auch Mecklenburg-Vorpommern die Unternehmen mit digitalen Förderangeboten – allein in den kommenden Jahren mit 1,5 Milliarden Euro. Problem: Etlichen Unternehmen (19 Prozent) sind solche Angebote nicht bekannt; 41 Prozent der Befragten sind zudem mit den regionalen Förderangeboten unzufrieden. Viele Mittelständler (21 Prozent) wissen nicht, dass die Industrie- und Handelskammern bei Digitalisierungsfragen beratend zur Seite stehen, auch hier ist die Zahl der Unzufriedenen mit 36 Prozent relativ hoch. Rund ein Viertel der Befragten hat von den Informationsveranstaltungen der ITK-Anbieter keine Kenntnis, kritisch äußern sich 32 Prozent.

Aktuelle Branchenstudien des Digitalisierungsindex 2018

Die von der Telekom in Auftrag gegebene techconsult-Studie „Digitalisierungsindex Mittelstand“ erhebt nun schon zum dritten Mal den digitalen Status quo mittelständischer Unternehmen. Dazu wurden rund 2.500 Unternehmen aller Branchen befragt. Der Digitalisierungsindex Mittelstand analysiert die Transformationsbemühungen von Unternehmen aus 6 Branchen auf folgenden Handlungsfeldern: Kundenbeziehungen und Services, Produktivität im Unternehmen, Digitale Geschäftsmodelle sowie IT-Sicherheit und Datenschutz.  Eine Übersicht der Teilstudien finden Sie hier.

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