Im Digitalisierungsindex erreicht Berlin 57 von 100 Punkten

Berlin ist branchenübergreifend digital

Mit dem Self-Check den eigenen Digitalisierungsstatus ermitteln

Berlin liegt vorn

Nur wer sich digital transformiert, bleibt auch in Zukunft wettbewerbsfähig: 81 Prozent der Berliner Mittelständler haben Digitalisierungsmaßnahmen auf den Weg gebracht, bei 38 Prozent ist die Digitalisierung in der Geschäftsstrategie verankert. 43 Prozent setzen einzelne digitale Projekte um. Weitere 13 Prozent befinden sich in der Planungsphase, sieben Prozent haben sich noch gar nicht mit dem Thema beschäftigt. In Deutschland gehört die Hauptstadt bei der Umsetzung zu den digitalen Vorreitern: Berlin liegt mit 57 Indexpunkten zwei Punkte über dem gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt aller Bundesländer. Zu diesen Ergebnissen kommt der „Digitalisierungsindex Mittelstand 2018“.

Die Benchmark-Studie hat techconsult zum dritten Mal im Auftrag der Deutschen Telekom erstellt – und dabei erstmals zusätzlich regionale Unterschiede ausgewertet.

 

 

Berlin ist branchenübergreifend digital

Der Index spiegelt die von den Unternehmen erkannte Relevanz der Digitalisierung und deren Umsetzungsgrad wider: Den Spitzenwert von 100 Punkten könnten die befragten Unternehmen erreichen, wenn sie sämtlichen digitalen Handlungsfeldern die höchste Relevanz zuordneten und dabei maximal zufrieden mit der Umsetzung wären. Mit 58 Punkten gehört in Berlin das Branchencluster Dienstleistungen/Gesundheitswesen zu den Vorreitern, es schneidet zwei Punkte besser ab als der Bundesdurchschnitt. Mit 54 Indexpunkten toppt das Branchencluster Handel/Gastgewerbe den deutschlandweiten Schnitt um drei Punkte. Berlin ist ein beliebtes Touristenziel – darauf hat sich das Gastgewerbe auch digital eingestellt: Digitale Gästemappen, digitale Speisekarten, Online-Buchungsportale oder mobile Bezahlmöglichkeiten gehören in der Hauptstadt vielerorts zum digitalen Menü der Betriebe. Mit 57 Punkten schneiden die Berliner Industrieunternehmen ebenfalls überdurchschnittlich gut ab (Durchschnitt: 56 Punkte).

 

 

Wandel setzt digitale Kompetenz voraus

Für die digitale Transformation sind die Unternehmen auf Mitarbeiter angewiesen, die mit den digitalen Technologien umgehen können und den Wandel bereitwillig mittragen. 53 Prozent der Befragten aus Berlin halten diese digitale Kompetenz ihrer Mitarbeiter in Zukunft für genauso wichtig wie die fachlichen oder sozialen Fähigkeiten ihrer Beschäftigten (Bundesdurchschnitt: 52 Prozent). 42 Prozent glauben, dass sie ein wichtiger Erfolgsfaktor fürs eigene Unternehmen sei, im Bundesschnitt teilen 46 Prozent diese Meinung. Aber nur 35 Prozent der Befragten geben an, dass ihre Belegschaft optimal qualifiziert sei (Bundesdurchschnitt 35 Prozent). Ihren Expertenbedarf können die Firmen auch auf dem externen Arbeitsmarkt nicht decken: Nur 29 Prozent sind mit der Verfügbarkeit digitaler Fachkräfte zufrieden (Bundesdurchschnitt: 28 Prozent). Gleichwohl fördern erst 41 Prozent der Berliner Unternehmen ganz gezielt die digitale Kompetenz ihrer Beschäftigten. Das sind zwei Prozentpunkte weniger als im Bundesdurchschnitt.

 

 

Digitale Unterstützungsangebote zu wenig bekannt

Die Berliner Investitionsbank fördert mit dem Programm Berlin Mittelstand 4.0 ganz gezielt die digitale Transformation kleiner und mittlerer Unternehmen. Doch einem Viertel der Unternehmen sind solche regionalen Förderprogramme nicht bekannt. 32 Prozent der Befragten sind mit der Art der Förderung nicht zufrieden. Damit fällt die Prozentzahl der kritischen Stimmen in Berlin allerdings immer noch deutlich geringer aus als im Bundesschnitt (41 Prozent).

Auch die Industrie- und Handelskammer oder die Handwerkskammer stehen den Unternehmen beratend zur Seite, wenn diese digitale Geschäftsmodelle entwickeln möchten. 29 Prozent sind mit den Angeboten der IHKs zufrieden bis sehr zufrieden, hier liegt der Bundesdurchschnitt bei 31 Prozent. Ein Viertel der Befragten kennt deren Service jedoch nicht.

Auch die Informationsveranstaltungen von ITK-Anbietern und -Dienstleistern geben digitale Hilfestellungen. Fast ein Viertel (22 Prozent) der Befragten weiß nicht, dass Unternehmen hier ihren Informationsbedarf zu digitalen Technologien stillen können. 26 Prozent der Befragten sind mit den Angeboten in dieser Form zufrieden bis sehr zufrieden. (Bundesdurchschnitt 30 Prozent).

Aktuelle Branchenstudien des Digitalisierungsindex 2018

Die von der Telekom in Auftrag gegebene techconsult-Studie „Digitalisierungsindex Mittelstand“ erhebt nun schon zum dritten Mal den digitalen Status quo mittelständischer Unternehmen. Dazu wurden rund 2.500 Unternehmen aller Branchen befragt. Der Digitalisierungsindex Mittelstand analysiert die Transformationsbemühungen von Unternehmen aus 6 Branchen auf folgenden Handlungsfeldern: Kundenbeziehungen und Services, Produktivität im Unternehmen, Digitale Geschäftsmodelle sowie IT-Sicherheit und Datenschutz.  Eine Übersicht der Teilstudien finden Sie hier.

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