Im Digitalisierungsindex erreicht Bayern 54 von 100 Punkten

Handel und Gaststättengewerbe in Bayern digitaler als im Bundesdurchschnitt

Mit dem Self-Check den eigenen Digitalisierungsstatus ermitteln

Bayrische Unternehmen stärken digitale Kompetenz

Jedes zweite Unternehmen in Bayern hat die digitale Transformation in seiner Geschäftsstrategie verankert. Im bundesdeutschen Durchschnitt ist dies nur in 45 Prozent der Betriebe der Fall. Mit 54 von 100 möglichen Punkten liegt Bayern knapp unter dem gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt aller Bundesländer (55 Punkte). Zu diesem Ergebnis kommt der „Digitalisierungsindex Mittelstand 2018“. Diese Benchmark-Studie hat techconsult zum dritten Mal im Auftrag der Deutschen Telekom erstellt – erstmals zusätzlich mit einer regionalen Auswertung.

Der Index spiegelt die von den Unternehmen erkannte Relevanz der Digitalisierung und deren Umsetzungsgrad wider: Den Spitzenwert von 100  Punkten könnten die befragten Unternehmen erreichen, wenn sie sämtlichen digitalen Handlungsfeldern die höchste Relevanz zuordnen würden und dabei maximal zufrieden mit der Umsetzung wären.

 

 

Handel und Gaststättengewerbe digitaler als im Bundesdurchschnitt

Zu den Treibern der digitalen Transformation gehört in Bayern das Branchencluster Industrie/Baugewerbe (58 Punkte). In Bayern haben viele Industriebetriebe ihre Maschinen, Prozesse und Produkte bereits über die gesamte Lieferkette vernetzt. Ohnehin ist der Freistaat stärker industriell geprägt als andere Bundesländer; der Anteil der industriellen Wertschöpfung liegt rund 4,3 Prozentpunkte über dem Deutschlandwert. Einen deutlichen digitalen Vorsprung hat sich das Branchencluster Handel/Gaststättengewerbe herausgearbeitet: In Bayern erreicht es 55, im Bundesdurchschnitt nur 51 Punkte. Vorzeigeunternehmen aus diesem Bereich präsentieren ihre Waren zum Beispiel auf Großbildschirmen, schaffen mit Virtual Reality neue Kauferlebnisse oder verstärken ihre Kundenbeziehungen mit modernen CRM-Lösungen. Dienstleistungsunternehmen schneiden in Bayern mit 52 Punkten dagegen schlechter ab als im bundesdeutschen Durchschnitt (56 Punkte).

 

Kein Wandel ohne digitale Kompetenz

Neben einer ausgefeilten technologischen Basis ist für den Erfolg der digitalen Transformation vor allem die digitale Kompetenz der Unternehmen entscheidend. Die Unternehmen brauchen Mitarbeiter, die mit digitalen Technologien umgehen können und dem Wandel positiv gegenüberstehen. 52 Prozent der Befragten in Bayern halten die digitale Kompetenz künftig für genauso entscheidend wie die fachlichen oder sozialen Fähigkeiten ihrer Beschäftigten. 47 Prozent glauben, dass sie ein wichtiger Erfolgsfaktor fürs eigene Unternehmen ist. Allerdings halten erst 34 Prozent der bayrischen Betriebe die eigene Belegschaft für optimal qualifiziert. Aber auch auf dem externen Bewerbermarkt werden sie nicht fündig: Lediglich 23 Prozent sind der Meinung, dass die Zahl der verfügbaren Digitalisierungsfachkräfte ausreichend sei. Viele Unternehmen nehmen die digitale Weiterbildung aber schon in die Hand: 43 Prozent der Befragten fördern ganz gezielt die digitalen Kompetenzen ihrer Beschäftigten.

 

 

Bayern fördert digitale Aufbruchsstimmung

Hilfe beim Entwickeln digitaler Geschäftsmodelle, Dienstleistungen und Produkte erhalten kleine und mittlere Unternehmen auch vom Freistaat: Mit dem Förderprogramm Digitalbonus bekommen die Unternehmen zum Beispiel Fördermittel für ihre digitalen Investitionen. Auch Initiativen wie der Masterplan Bayern Digital II stärken die Bereitschaft zum digitalen Wandel.

 

 

Digitale Unterstützungsangebote zu wenig bekannt

Allerdings kennen die Mittelständler die zahlreichen Digitalisierungsnetzwerke und -initiativen leider noch viel zu wenig – ein Problem, das sich nicht nur in Bayern, sondern in allen Regionen stellt. So sind die regionalen Förderprogramme und -maßnahmen nur rund zwei Dritteln der Unternehmen bekannt, zufrieden damit sind lediglich 23 Prozent. Ähnlich sieht es bei den digitalen Angeboten der Industrie- und Handelskammern aus. Etwas besser ist die Resonanz auf das Informationsangebot der ITK-Anbieter, die mit Praxisbeispielen konkrete Anleitungen geben. 30 Prozent der Befragten sind mit deren Angeboten zufrieden.

Aktuelle Branchenstudien des Digitalisierungsindex 2018

Die von der Telekom in Auftrag gegebene techconsult-Studie „Digitalisierungsindex Mittelstand“ erhebt nun schon zum dritten Mal den digitalen Status quo mittelständischer Unternehmen. Dazu wurden rund 2.500 Unternehmen aller Branchen befragt. Der Digitalisierungsindex Mittelstand analysiert die Transformationsbemühungen von Unternehmen aus 6 Branchen auf folgenden Handlungsfeldern: Kundenbeziehungen und Services, Produktivität im Unternehmen, Digitale Geschäftsmodelle sowie IT-Sicherheit und Datenschutz.  Eine Übersicht der Teilstudien finden Sie hier.

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